Israel war für mich eine Überraschung – meine zweite Reise, und ich fühlte mich rundum sicher. Ja, Militär und Polizei sind präsent, aber das erzeugt eher ein Gefühl von Sicherheit als von Sorge. (Das Westjordanland habe ich nicht besucht.)
Anreise
Die meisten deutschen Flughäfen fliegen Ben Gurion an – rund 20 km südöstlich von Tel Aviv, 50 km nordwestlich von Jerusalem. Vom Flughafen kostet der Zug etwa 2 € nach Tel Aviv und 4 € nach Jerusalem. Verbindungen zeigt dir Google Maps zuverlässig an.
Basis: Tel Aviv
Für ein langes Wochenende ist Tel Aviv die perfekte Basis, mit einem Tagesausflug nach Jerusalem. Schöne Viertel: Florentin, Lev HaIr, Kerem HaTeimanim und Neve Tzedek – alternativ, voller Cafés, Bars und Clubs. Trotz Sabbat lässt sich Freitagabend super feiern, und samstagmorgens haben Cafés zum Frühstück offen.
Aktivitäten: die Stadt zu Fuß oder per Rad erkunden, Carmel Market, das Tel Aviv Museum of Art, Freitagmittag in der Altstadt von Jaffa, abends Nightlife in Florentin, samstags den Rothschild-Boulevard entlang – und natürlich Strand.
Essen & Trinken: Hummus bei Hassons Humus (Florentin), Grill im M25 (Carmel Market), Cocktails im Pimpinella, Pizza mit Live-DJ im teder.fm, Bier im Tony & Esther.
Tagesausflug: Jerusalem
Jerusalem ist ein Muss – plane 1 bis 3 Tage. Nicht am Sabbat (Freitagabend bis Samstagabend) anreisen, da vieles geschlossen ist. Vom Central Bus Station in Tel Aviv fahren alle 15 Minuten Busse (ca. 50 Minuten, rund 5 €, mit WLAN).
Highlights: durch Altstadt und Märkte treiben lassen, Grabeskirche, Klagemauer und Tempelberg (eingeschränkte Zeiten), die Gedenkstätte Yad Vashem. Essen: Mahane Yehuda Market, Hummus bei Ben-Sira, ein besonderer Abend mit Altstadtblick im Notre Dame Rooftop.
Mit mehr Zeit: Totes Meer & Negev
Wer länger bleibt, fährt von Jerusalem ans Tote Meer (Ein Gedi oder En Bokek). Die Festung Masada ist sehenswert, das Highlight ist ein Bad mit Schlammkur. Günstig übernachten kannst du im HI – Massada Hostel. Über die nördliche Negev-Wüste sind es rund 3,5 Stunden zurück nach Tel Aviv – ein Stopp im ruhigen Be’er Sheva lohnt sich.


